Aktivitäten: 02.12.-3.12.2017 Nikolaus-Dampf und Modellbahntage ! |
«

Faszination Technik-Museum

Wenn unbestritten ist, dass Technik eine Gesellschaft, Menschen, ja sogar die Menschheit nachhaltig verändert hat und weithin ständig darauf Einfluss nimmt, muss unumstritten sein, dass das Technik-Museum Kassel zu den faszinierenden Projekten unserer Region gehört!

Zu hoch gegriffen? Lassen Sie sich überzeugen.

  • Kaum eine andere Erfindung hat die Welt dramatischer verändert als die Nutzung der Dampfkraft. In Kassel - und zwar schon vor 300 Jahren - wurden entscheidende Erkenntnisse zu dieser ( im wahrsten Sinne des Wortes) "bewegenden" Innovation gewonnen, nämlich von Denis Papin. 1706 führte er seinem Landesherren, Landgraf Carl, am Ottoneum seine Hochdruckdampfpumpe vor. Dieses Ereignis markiert den Anfang der bedeutenden Kasseler Tradition, die Dampfkraft zu nutzen. 1830 erhielt Carl Anton Henschel das alleinige Privileg zur Herstellung von Dampfmaschinen im Kurfürstentum Hessen-Cassel, die Basis für Europas zeitweise größtes und heute noch produzierendes Lokomotiv-Werk. Derzeit allerdings wird in Kassel Mobilitätsgeschichte in modernster Form geschrieben: Elektrische Energie bewegt den "Transrapid", die modernste Form Schienen gebundener Verkehrssysteme; diese Magnetschwebebahn wurde in Kassel entwickelt und wird hier gebaut. In keiner anderen Stadt der Welt kann aus einem solchen Nukleus der Technikgeschichte so authentisch ein Sammlungsbestand von internationaler Bedeutung aufgebaut werden wie in Kassel.

  • Die Residenzstadt Kassel erlebte, nachdem der fürstliche Glanz verblasste, den Aufstieg zu einer Industriemetropole von nationalem Rang, doch auch mit internationalen Verflechtungen, was darauf zurückzuführen war, dass Kasseler Persönlichkeiten Erfindungen machten und Patente anmeldeten, die ganze Branchen - z. T. bis heute - revolutionierten. Zu denken ist in historischer Hinsicht z.B. an die Textilindustriellen Aschrott, Fröhlich & Wolff, Salzmann und Gottschalk. Pioniere auf dem Gebiet der Elektrizitätsnutzung entwickelten sich aus dem hohen technologischen Wissen der Dampfkraftnutzung; hier sei an Gustav Henkel erinnert, der über den Maschinenbau die Elektrifizierung im öffentlichen wie privaten Raum voranbrachte und weitere Trambahnen baute.

  • Die wissenschaftliche Reputation von Forschung und Lehre in Kassel lässt sich interessanter weise sogar auf Kasseler Landesherren zurückführen, deren Interesse naturwissenschaftlichen Phänomenen galt; hier sei an Landgraf Wilhelm IV. erinnert, der der Astronomie und Mathematik schon im 16.Jahrhundert mit bislang ungewöhnlichen Meßmethoden neue Wege eröffnete. Die nach Kassel geholten Wissenschaftler - Bürgi, Papin, Anthoni, Forster, Breithaupt, von Sömmering, Wöhler, Bunsen u.a.m. begründeten den wissenschaftlichen Nährboden, auf dem die heutige Universität erfolgreich wirkt.
    Die Begeisterung junger Menschen für Ingenieurberufe in der Elektro-, Metall-, Maschinen- und Baubranche ist zweifellos durch das geplante Technik-Museum Kassel zu wecken. Zahlreiche und überaus erfolgreiche Ausgründungen aus der Universität belegen dies bereits heute eindrucksvoll.

  • Kaum in einer anderen Stadt kann so überzeugend nachgewiesen werden, wie sich die historischen technischen Stränge neuartig und Struktur verändernd verknüpfen lassen. So sei daran erinnert, dass die Agglomeration von Mobilitäts-KnowHow zur Erfindung der Magnetschwebebahn "Transrapid", zur Realisierung der Regiotram mit Hybrid-Antrieben, zu einem international bedeutsamen Zentrum der Komponentenfertigung und Zulieferer-Industrie, zu Innovationen im Bereich der Werkstofftechnologien und der Miniaturisierung führten. Ohne dies alles wäre der Schritt zu einem der bedeutsamsten und leistungsfähigsten Logistikzentren Europas nicht denkbar.

  • Die folgenden Sammlungsgebiete werden mit authentischen Objekten und Versuchen, die auch mit dem Charakter eines "Edutainment-Centers" ausgestattet sind, präsentiert: